Ein Neubau in der Mannheimer Innenstadt, direkt an den Quadraten, und das Baugrundgutachten zeigt Auffüllungen aus der Nachkriegszeit. Ohne Drucksondierung tappt man bei der Gründungsberatung im Dunkeln. Genau hier setzen unsere CPT-Versuche an: Wir drücken den Messkonus kontinuierlich in den Untergrund und erhalten ein lückenloses Bild der Lagerungsdichte und Bodenwechsel. Die sandig-kiesigen Ablagerungen des Neckarschwemmkegels, die unter großen Teilen der Stadt liegen, lassen sich mit dem CPT hervorragend charakterisieren. Für die Kollegen vom Tragwerksplaner, die mit Setzungsberechnungen arbeiten, ist das oft der entscheidende Baustein. Wer in Käfertal oder auf der Rheinau plant, profitiert von dieser zerstörungsfreien Methode, die wir seit Jahren in der Region einsetzen.
In der Rheinebene zeigt der CPT auf den ersten 5 Metern oft den entscheidenden Unterschied zwischen tragfähigem Kies und setzungsempfindlichem Auelehm.
Lokale Besonderheiten
Mannheim zählt über 310.000 Einwohner und wächst als Wirtschaftszentrum der Metropolregion Rhein-Neckar stetig. Baugrundrisiken werden oft unterschätzt, weil die Rheinebene auf den ersten Blick homogen wirkt. In der Realität treffen wir jedoch auf alte Neckararme, verfüllte Hafenbecken am Verbindungskanal und lokale Torflinsen, die bei Belastung ungleichmäßige Setzungen verursachen. Ein Bauherr in Feudenheim musste erleben, dass sein Wohngebäude ohne vorherige Drucksondierung nach zwei Jahren Risse zeigte – die Ursache war ein nicht erkannter Weichbodeneinschluss in 6 Metern Tiefe. Mit einer fachgerechten CPT-Kampagne hätte man die Tragfähigkeit des Baugrunds frühzeitig geklärt und die Gründung entsprechend dimensioniert. Unsere Messprotokolle nach DIN EN ISO 22476-1 dokumentieren lückenlos jeden Dezimeter, sodass der Prüfstatiker die Werte direkt in sein Rechenmodell übernehmen kann.
Häufige Fragen
Was kostet eine CPT-Sondierung in Mannheim?
Die Kosten für einen CPT-Versuch in Mannheim liegen je nach Tiefe und Gerätekonfiguration zwischen 130 und 250 Euro pro Einsatz. Entscheidend sind die Sondiertiefe, die Zugänglichkeit des Geländes und ob ein Piezocone (CPTu) zum Einsatz kommt.
Bis zu welcher Tiefe kann der CPT in der Rheinebene vordringen?
In den sandig-kiesigen Böden der Rheinebene erreichen wir mit unseren Geräten Tiefen von 20 bis 25 Metern. Die erreichbare Tiefe hängt vom Spitzenwiderstand ab; bei sehr dicht gelagerten Neckarkiesen kann vorzeitig die maximale Schubkraft des Geräts erreicht werden.
Welche Normen sind für den CPT in Deutschland verbindlich?
Die Durchführung erfolgt nach DIN EN ISO 22476-1. Die Klassifizierung der angetroffenen Böden orientiert sich an DIN 4022, und die geotechnische Bemessung folgt den Vorgaben des Eurocode 7 (DIN EN 1997-2).
Können Sie auch in den engen Innenhöfen der Mannheimer Quadrate sondieren?
Ja, für beengte Platzverhältnisse setzen wir eine Miniraupe mit geringer Bodenpressung ein. Das Gerät passt durch Toreinfahrten ab 1,20 Meter Breite und arbeitet emissionsarm, was in der dichten Innenstadtbebauung ein wichtiger Faktor ist.