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CPT-Versuche in Mannheim: Bodenkennwerte direkt vom Rheinbett

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ein Neubau in der Mannheimer Innenstadt, direkt an den Quadraten, und das Baugrundgutachten zeigt Auffüllungen aus der Nachkriegszeit. Ohne Drucksondierung tappt man bei der Gründungsberatung im Dunkeln. Genau hier setzen unsere CPT-Versuche an: Wir drücken den Messkonus kontinuierlich in den Untergrund und erhalten ein lückenloses Bild der Lagerungsdichte und Bodenwechsel. Die sandig-kiesigen Ablagerungen des Neckarschwemmkegels, die unter großen Teilen der Stadt liegen, lassen sich mit dem CPT hervorragend charakterisieren. Für die Kollegen vom Tragwerksplaner, die mit Setzungsberechnungen arbeiten, ist das oft der entscheidende Baustein. Wer in Käfertal oder auf der Rheinau plant, profitiert von dieser zerstörungsfreien Methode, die wir seit Jahren in der Region einsetzen.

In der Rheinebene zeigt der CPT auf den ersten 5 Metern oft den entscheidenden Unterschied zwischen tragfähigem Kies und setzungsempfindlichem Auelehm.

Ablauf und Umfang

Der Untergrund von Mannheim ist geologisch jung und von den Flussdynamiken von Rhein und Neckar geprägt. In den oberen 15 bis 20 Metern dominieren quartäre Kiese und Sande, die lokal von Auelehmen überdeckt werden. Der Grundwasserspiegel liegt in weiten Teilen des Stadtgebiets nur 2 bis 4 Meter unter Gelände – ein kritischer Faktor für jede Baugrube. Unsere CPT-Sondierungen erfassen Spitzendruck und Mantelreibung kontinuierlich, was bei diesen Wechsellagerungen viel präziser ist als punktuelle Sondierungen. Aus den Messwerten leiten wir die undränierte Scherfestigkeit und den Reibungswinkel ab. Wenn der Baugrund in Neckarau oder Sandhofen besonders heterogen ist, kombinieren wir den CPT mit einer Korngrößenanalyse, um die Klassifikation nach DIN 4022 abzusichern. Für schwer zugängliche Innenhöfe der Quadrate setzen wir Raupengeräte mit geringer Bodenpressung ein, und bei größeren Erkundungskampagnen ergänzt der CPT die SPT-Bohrung, weil wir damit in einer Schicht doppelt bestätigte Kennwerte bekommen.
CPT-Versuche in Mannheim: Bodenkennwerte direkt vom Rheinbett
Technisches Referenzbild — Mannheim

Lokale Besonderheiten

Mannheim zählt über 310.000 Einwohner und wächst als Wirtschaftszentrum der Metropolregion Rhein-Neckar stetig. Baugrundrisiken werden oft unterschätzt, weil die Rheinebene auf den ersten Blick homogen wirkt. In der Realität treffen wir jedoch auf alte Neckararme, verfüllte Hafenbecken am Verbindungskanal und lokale Torflinsen, die bei Belastung ungleichmäßige Setzungen verursachen. Ein Bauherr in Feudenheim musste erleben, dass sein Wohngebäude ohne vorherige Drucksondierung nach zwei Jahren Risse zeigte – die Ursache war ein nicht erkannter Weichbodeneinschluss in 6 Metern Tiefe. Mit einer fachgerechten CPT-Kampagne hätte man die Tragfähigkeit des Baugrunds frühzeitig geklärt und die Gründung entsprechend dimensioniert. Unsere Messprotokolle nach DIN EN ISO 22476-1 dokumentieren lückenlos jeden Dezimeter, sodass der Prüfstatiker die Werte direkt in sein Rechenmodell übernehmen kann.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN EN ISO 22476-1
Maximale SondiertiefeBis 25 m (je nach Bodenwiderstand)
MessintervallKontinuierlich, 2 cm
MessgrößenSpitzendruck qc, Mantelreibung fs, Porenwasserdruck u2
BodenklassifikationDIN 4022, ISO 14688
EinsatzbereicheSetzungsberechnung, Pfahlbemessung, Verdichtungskontrolle
GerätetypenRaupen-CPT, LKW-montiert, Miniraupe für beengte Zugänge

Verwandte Dienstleistungen

01

CPT-Standardsondierung

Drucksondierung bis zur erforderlichen Tiefe mit 2-cm-Messintervall. Inklusive grafischem Schichtprofil und tabellarischer Messwertausgabe.

02

CPTu mit Porenwasserdruck

Piezocone-Sondierung zur Erfassung des Porenwasserdrucks u2. Liefert Hinweise auf Konsolidierungsgrad und Drainageverhalten – essentiell bei gering durchlässigen Böden.

03

Seismische CPT (SCPT)

Kombination der Drucksondierung mit einem Geophonmodul. Misst die Scherwellengeschwindigkeit und ermöglicht die direkte Bestimmung des dynamischen Schubmoduls.

04

Auswertung und Gründungsberatung

Interpretation der CPT-Daten nach einschlägiger Fachliteratur (Robertson, Lunne) und Übergabe von Bemessungskennwerten für Flach- und Pfahlgründungen.

Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-1: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen –Teil 1: Drucksondierungen mit elektrischen Messwertaufnehmern, DIN 4022: Baugrund und Grundwasser – Benennen und Beschreiben von Boden und Fels, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Häufige Fragen

Was kostet eine CPT-Sondierung in Mannheim?

Die Kosten für einen CPT-Versuch in Mannheim liegen je nach Tiefe und Gerätekonfiguration zwischen 130 und 250 Euro pro Einsatz. Entscheidend sind die Sondiertiefe, die Zugänglichkeit des Geländes und ob ein Piezocone (CPTu) zum Einsatz kommt.

Bis zu welcher Tiefe kann der CPT in der Rheinebene vordringen?

In den sandig-kiesigen Böden der Rheinebene erreichen wir mit unseren Geräten Tiefen von 20 bis 25 Metern. Die erreichbare Tiefe hängt vom Spitzenwiderstand ab; bei sehr dicht gelagerten Neckarkiesen kann vorzeitig die maximale Schubkraft des Geräts erreicht werden.

Welche Normen sind für den CPT in Deutschland verbindlich?

Die Durchführung erfolgt nach DIN EN ISO 22476-1. Die Klassifizierung der angetroffenen Böden orientiert sich an DIN 4022, und die geotechnische Bemessung folgt den Vorgaben des Eurocode 7 (DIN EN 1997-2).

Können Sie auch in den engen Innenhöfen der Mannheimer Quadrate sondieren?

Ja, für beengte Platzverhältnisse setzen wir eine Miniraupe mit geringer Bodenpressung ein. Das Gerät passt durch Toreinfahrten ab 1,20 Meter Breite und arbeitet emissionsarm, was in der dichten Innenstadtbebauung ein wichtiger Faktor ist.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Mannheim und Umgebung. Mehr Info.

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