Die quartären Kiese und Sande des Oberrheingrabens, auf denen Mannheim steht, täuschen oft eine Tragfähigkeit vor, die bei unzureichender Verdichtung schnell nachgibt. Gerade in den ehemaligen Auenbereichen entlang von Rhein und Neckar, wo der Grundwasserspiegel bei nur 3 bis 5 Metern unter Gelände liegt, entscheidet der korrekt ermittelte Verdichtungsgrad über die Setzungsfreiheit einer Gründung. Das Sandkegelverfahren liefert hier den direkten Nachweis, den die DIN 18125-2 fordert – ein unverzichtbarer Kontrollschritt, bevor der Oberbau aufgebracht wird. Unsere langjährige Erfahrung in den wechselhaften Untergrundverhältnissen Mannheims, vom Hafengebiet bis zu den Lösslehmkuppen im Osten der Stadt, fließt in jede einzelne Prüfung ein.
Ein um 2 Prozent zu niedriger Verdichtungsgrad kann die Setzung einer Verkehrsfläche in Mannheim um das Doppelte erhöhen – das Sandkegelverfahren deckt diese Schwachstelle vor der Abnahme auf.
Ablauf und Umfang
Wer in Mannheim baut, kennt die gravierenden Unterschiede zwischen den hoch verdichtungsfähigen Rheinkiesen im Norden und den bindigen, empfindlichen Auelehmen, die das Stadtbild im Westen prägen. Während in den Kieskörpern ein Verdichtungsgrad DPr von 100 % nach DIN 18125-4 realistisch ist, erfordern die tonigen Schluffe der Neckarwiesen ein völlig anderes Vorgehen mit angepassten Wassergehalten und einer Korngrößenanalyse zur Überprüfung der Einbaukriterien. Unsere Prüftrupps arbeiten in beiden Extremen mit kalibrierten Sandkegelgeräten, deren Prüfsanddichte wir vor jeder Messreihe auf der Baustelle selbst bestimmen – ein Aufwand, den viele scheuen, der aber jeden Wert reproduzierbar macht. Das Verfahren eignet sich für Tragschichten, Leitungsgräben und Verfüllungen gleichermaßen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel in Mannheim?
Für eine Einzelmessung inklusive Anfahrt im Stadtgebiet Mannheim liegen die Kosten zwischen €100 und €120 netto. Bei mehreren Messpunkten auf derselben Baustelle, etwa einem Raster von 5 Prüfungen, reduzieren sich die Kosten pro Punkt. Wir erstellen Ihnen ein Festpreisangebot nach Vorlage des Prüfrasters.
Wie tief kann ich mit dem Sandkegelverfahren prüfen lassen?
Das klassische Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 erfasst die obersten 150 mm des Planums. Für tiefere Schichten, etwa eine 300 mm starke Frostschutzschicht, ist ein Schürfgruben nötig, aus der wir dann gestörte Proben für den Laborversuch oder eine erweiterte Dichtebestimmung entnehmen können.
Welche Bodenarten lassen sich in Mannheim mit dem Sandkegel prüfen?
Das Verfahren ist ideal für die rolligen Rheinkiese und Sande Mannheims bis zu einem Größtkorn von 31,5 mm. Bei den bindigen Auelehmen muss der Wassergehalt eng am Proctorwert liegen, sonst wird das Loch instabil. Grobe Schotter mit Überkorn über 63 mm erfordern das Ersatzverfahren nach DIN 18125-2 Anhang B.
Ist der Sandkegelversuch auch bei Regenwetter durchführbar?
Nein. Der Prüfsand muss rieselfähig bleiben, und die entnommene Probe darf kein Zusatzwasser durch Niederschlag aufnehmen, da dies die Feuchtdichte verfälscht. Bei typischem Mannheimer Nieselregen verschieben wir die Messung auf den nächsten trockenen Tag oder spannen ein Schutzzelt über die Prüfstelle.