Die Hochwassermarken am Mannheimer Rheinufer erzählen eine klare Geschichte: Der Grundwasserspiegel liegt oft nur zwei Meter unter Gelände. Das ist für jede Baugrube eine Herausforderung. Für eine Pfahlgründung erst recht. Ein falsch bemessenes Pfahlfundament in den weichen Auesedimenten der Neckarmündung zeigt seinen Mangel nicht sofort – aber nach drei Jahren öffnen sich Risse in der Bodenplatte, die man nicht mehr schließen kann. Wir haben das mehrfach gesehen. Deshalb reicht eine Standardberechnung hier nicht. Die Mantelreibung in den quartären Kiesen und der Spitzendruck im darunterliegenden Buntsandstein müssen getrennt bewertet werden. Genau das leistet unsere Pfahlgründungsbemessung. Bevor wir rechnen, sichern wir die Kennwerte oft mit einer SPT Bohrung ab – die Schlagzahlen aus dem Rhein-Kies liefern den ersten belastbaren Hinweis auf die tatsächliche Lagerungsdichte.
In Mannheim entscheidet oft die negative Mantelreibung aus Auffüllungen über den Pfahlquerschnitt, nicht die Verkehrslast selbst.
